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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: info@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

Reges Interesse an aktuellen Themen

Bürgerdialog 2018
Bürgermeister Karl Huber erläuterte aktuelle Themen.

Rund ein Dutzend Bürgerinnen und Bürger kamen am Dienstagabend ins Dorfgemeinschaftshaus, um sich  im Rahmen des Bürgerdialogs über den Sachstand zu aktuellen Themen unterrichten zu lassen. Bürgermeister Karl Huber informierte die Interessenten über die geplante barrierefreie Wohnanlage, die ersten Erfahrungen mit den neugefassten Richtlinien des Baulandmodells, das Baugebiet „An der Hochstraße“ und die Generalsanierung des Kanals. Im Laufe des Abends wurden eine Reihe von Fragen gestellt und Anregungen diskutiert. Reges Interesse herrschte vor allem an der künftigen Baugebietsausweisung und an der Verbesserung des Kanalsystems.

Beim sozialen Wohnungsbau ist die Eingabeplanung mittlerweile weit fortgeschritten. Der vom Gemeinderat ausgesuchte Entwurf des Architekturbüros passe auf das Gelände, die Nachbarn seien entsprechend informiert worden und der Bebauungsplan ist in Vorbereitung. Es werden voraussichtlich elf Wohnungen und ein Gemeinschaftsraum entstehen. Alle Räumlichkeiten sind barrierefrei zugänglich, ein Lift wird eingebaut. Der Baubeginn werde voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres sein. Einige Bürger hätten sich schon für die Anmietung einer Wohnung interessiert, so Huber. Es entstehen vier Dreizimmerwohnungen, davon zwei absolut behindertengerecht und sieben Zweizimmerwohnungen. Die Miete beträgt (nach dem heutigen Mietniveau berechnet) ca. acht Euro je Quadratmeter. Bei der Belegung sollen nach den Vorgaben des Gemeinderats Senioren bevorzugt werden. Dabei gilt: Wer als alleinstehende Person nicht mehr als ca. 20.000 € Jahreseinkommen hat, für Paare steht ein Jahreseinkommen von rund 35.000 € in der Tabelle. Interessenten können sich vormerken lassen. 

Was die Erfahrungen mit den neuen Richtlinien des Baulandmodells betrifft, so seien diese „im Großen und Ganzen gut“, so der Gemeindechef. Der Gemeinderat habe sich in mehreren Sitzungen mit der Thematik befasst und die neuen Vergabemodalitäten letztendlich beschlossen. Das eine oder andere Ratsmitglied habe einen gewissen „Ärger“ gegen die "große Politik" verspürt, weil die neuen Vorschriften wesentlich „bürokratischer" sind als die früheren, die dem Gemeinderat bei der Vergabe mehr Spielraum ließen. Ausgangspunkt für die Neuregelung waren Vorgaben der Europäischen Union und der Bundesregierung sowie der Bayerischen Staatsregierung. „In Sonntagsreden wird gern von Bürokratieabbau Bürgerfreundlichkeit gesprochen", so Huber. Beim Baulandmodell ist das Gegenteil der Fall. Man müsse aufgrund der Vorgaben „von oben" von den Bewerbern jede Menge "Bestätigungen und Erklärungen" verlangen. So brauche man von den Grundstücksinteressenten zum Beispiel Angaben zu Einkommen, Vermögen, persönlichem Status, Kinderzahl, Mitgliedschaft in Vereinen sowie zum ehrenamtlichen Engagement. "Unsere Verwaltung hat die Vorgaben aber hervorragend gemeistert und konnten dieses Jahr im Baugebiet Mittergret IV zehn Grundstücke im Baulandmodell zur Verfügung stellen. "Die ersten Bauherren haben schon dem Hausbau begonnen", freute sich Huber.

Als nächstes Baugebiet steht der Bereich „An der Hochstraße“ zur Überplanung und Erschließung an. Man habe damit gute Erfahrungen gemacht, alle zwei Jahre rund 20 Baugrundstücke auszuweisen. Ob das in Zukunft noch so funktionieren wird ist offen, da die neue Bayerische Staatsregierung eine Halbierung des Flächenverbrauchs erreichen will. Man dürfe gespannt sein, wie die große Nachfrage noch Grundstücken und Immobilien befriedigt werden soll, meinte der Gemeindechef. Schließlich sei Eigentum die beste Vorsorge gegen Altersarmut und in Deutschland ist im Vergleich zu den anderen europäischen Ländern die Eigentumsquote mit 48 % erschreckend gering, betonte Huber. Die Gemeinde wird im Rahmen des Baulandmodells wieder einige Grundstücke (voraussichtlich fünf) zur Verfügung stellen können, die weiteren Bauparzellen in dem neuen Baugebiet gehören privaten Eigentümern. Derzeit befindet sich der Bebauungsplan in Aufstellung, mit der Erschließung soll im Frühjahr nächsten Jahres begonnen werden.

Beim Kanal konnte der Bürgermeister von einer geglückten Generalssanierung der Kanalstation am Badweiher berichten. Seither seien die Bereitschaftseinsätze der mit der Betriebsführung beauftragten Ingolstädter Kommunalbetrieben deutlich zurückgegangen. Nach 40 Jahren sei eine „Generalüberholung“ einfach erforderlich gewesen. Mit der Kanaleinrichtung sei es ähnlich wie bei einem Auto, auch hier gebe es sehr viele Verschleißteile und die Technik schreitet fort. In einigen Bereichen des Kanalsystems sollen noch wirksamere Ventile und Steuergeräte eingesetzt werden, diese befinden sich derzeit in der Entwicklung und sind voraussichtlich im Laufe des nächsten Jahres verfügbar, teilte die Herstellerfirma mit. Ferner wird geprüft, ob das Ernsgadener Abwasser, das im Freispiegelkanal durch Rockolding läuft den Ort herum an der Umgehungsstraße entlang in einer geschlossenen Kanalleitung transportiert werden kann. Dies sei noch eine „offene Frage“, die im Rahmen des Kanalsystems geschlossen werden soll, so der Bürgermeister. Wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, müssten die Investitionen auf die Nutzer umgelegt werden, da der Kanal eine "kostenrechnende Einrichtung" ist. Der Gemeinderat werde "zu gegebener Zeit" über die Modalitäten Beschluss fassen".

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