Gemeindlicher Finanzhaushalt für das Jahr 2026 beschlossen
Der Gemeinderat Ernsgaden hat die Haushaltssatzung für das Jahr 2026 mit einem Gesamtvolumen von rund 8,5 Millionen Euro beschlossen. Gegenüber dem Vorjahr, als der Haushalt noch bei 6,9 Millionen Euro lag, bedeutet dies einen deutlichen Anstieg. Maßgeblich dafür sind vor allem zahlreiche geplante Investitionen in wichtige Zukunftsprojekte der Gemeinde.
Zur Finanzierung der anstehenden Maßnahmen greift die Gemeinde in erheblichem Umfang auf ihre Rücklagen zurück. Insgesamt sind Entnahmen in Höhe von rund 2,3 Millionen Euro vorgesehen. Erster Bürgermeister Karl Huber sprach dennoch von einer weiterhin soliden finanziellen Situation der Gemeinde.
Zu den größten geplanten Investitionen zählt die Schulsanierung, für die im laufenden Jahr rund 1,2 Millionen Euro eingeplant sind. Fraglich ob und wieviel diesbezüglich heuer noch investiert werden kann, da die Planung der Sanierung kompliziert und langwierig ist. Die vom früheren Gemeinderat beschlossene Aufstockung der beiden Schulgebäude sei statisch herausfordernd. Auch die Baugenehmigung ist noch nicht erteilt. Begonnen hat mittlerweile die Erneuerung der Schulheizung, wobei eine kombinierte Pellets-Wärmepumpenheizung eingebaut wird. Geplant werden heuer noch die Erschließungsmaßnahmen im Baugebiet „Mittergret V“, die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr. Auch die Beschaffung eines neuen Feuerwehrfahrzeugs (Anzahlung) sowie der weitere Breitbandausbau stehen auf der Agenda.
Das mehrjährige Investitionsprogramm macht deutlich, dass der Schwerpunkt der Ausgaben in den kommenden Jahren liegt. Für das Jahr 2026 sind Investitionen von rund 2,6 Millionen Euro vorgesehen, für 2027 sogar etwa 3,6 Millionen Euro. Für 2028 weist der Finanzplan noch rund 815.000 Euro aus, für 2029 etwa 95.000 Euro. Kämmerer Anton Hackl erläuterte hierzu, dass die späteren Ansätze derzeit vergleichsweise niedrig seien, weil künftige Projekte noch nicht vollständig feststehen.
Der Verwaltungshaushalt umfasst im Jahr 2026 rund 5,5 Millionen Euro, der Vermögenshaushalt etwa 3,1 Millionen Euro. Die größten Ausgabeposten entfallen auf Hoch- und Tiefbaumaßnahmen mit rund 1,9 Millionen Euro. Hinzu kommen die Kreisumlage mit etwa 1,6 Millionen Euro, Personalkosten in Höhe von rund 1,5 Millionen Euro sowie Verwaltungs- und Betriebsaufwendungen in ähnlicher Größenordnung.
Auf der Einnahmenseite bleibt der Anteil an der Einkommensteuer mit rund 1,7 Millionen Euro die wichtigste Einnahmequelle der Gemeinde. Die Gewerbesteuereinnahmen werden mit rund 900.000 Euro kalkuliert. Deutlich geringer fällt hingegen die Schlüsselzuweisung des Freistaats Bayern aus. Während Ernsgaden im Vorjahr noch rund 380.000 Euro erhalten hatte, beläuft sich die Zuweisung heuer lediglich auf etwa 73.000 Euro.
Zusätzlich muss die Gemeinde 478.000 Euro aus dem Vermögenshaushalt in den Verwaltungshaushalt umschichten. Die Rücklagen reduzieren sich durch die geplanten Entnahmen auf rund 2,9 Millionen Euro. Positiv entwickelte sich dagegen der Schuldenstand, der auf etwa 1,4 Millionen Euro sinkt. Die bestehenden Darlehen stehen im Zusammenhang mit der Finanzierung der Wohnanlage in der Graf-Ernest-Straße.
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