Abschied vom Heizöl: Gemeinde Ernsgaden setzt auf Wärmepumpe und Pellets
Der Gemeinderat Ernsgaden hat kürzlich die neue Heizungsanlage der Grundschule besichtigt und sich vor Ort ausführlich über die Technik der inzwischen in Betrieb genommenen Anlage informiert. Bürgermeister Karl Huber konnte dazu auch Schulleiterin Karoline Finkenzeller sowie Jürgen Fiebig vom Planungsbüro und Josef Lehner von der Verwaltungsgemeinschaft Geisenfeld begrüßen.
Die bisherige Ölheizung wurde durch ein modernes Hybrid-Heizsystem ersetzt. Drei Wärmepumpen übernehmen dabei vorrangig die Wärmeversorgung des Schulgebäudes. Ergänzt werden sie durch eine Pelletheizung, die insbesondere bei niedrigen Außentemperaturen zusätzliche Wärme bereitstellt. Das Zusammenspiel beider Systeme soll einen möglichst effizienten und zuverlässigen Betrieb gewährleisten.
Bei der Besichtigung wurden den Mitgliedern des Gemeinderats die einzelnen Bestandteile der neuen Anlage und deren Funktionsweise erläutert. Dabei ging es unter anderem um das Zusammenspiel von Wärmepumpen und Pelletheizung, die technische Steuerung sowie die künftige Betriebsweise der Anlage.
Auch in den kommenden Monaten wird die Heizungsanlage von den beteiligten Fachleuten besonders aufmerksam begleitet. Die einzelnen Komponenten und die Steuerung werden im laufenden Betrieb weiter feinjustiert, damit sich das neue Heizsystem optimal auf die tatsächlichen Anforderungen des Schulgebäudes einspielen und möglichst effizient arbeiten kann.
Mit der neuen Heiztechnik verabschiedet sich die Gemeinde von der bisherigen Wärmeversorgung auf Basis von Heizöl und setzt bei der Grundschule künftig verstärkt auf erneuerbare Energieträger. Die neue Anlage ist zugleich ein wichtiger Baustein der umfassenden Sanierung des Schulgebäudes.
Nach den derzeitigen Planungen sollen die weiteren baulichen Sanierungsarbeiten Mitte 2027 in Angriff genommen werden. Ziel ist es, die Schulgebäude aus den Jahren 1963 und 1971 Schritt für Schritt technisch, energetisch und baulich auf einen zeitgemäßen Stand zu bringen und damit langfristig gute Rahmenbedingungen für den Schulbetrieb zu schaffen.
Bürgermeister Karl Huber dankte allen an der Heizungssanierung beteiligten Firmen und Fachleuten für die gute und verlässliche Zusammenarbeit. Die umfangreichen Arbeiten erstreckten sich über einen Zeitraum von rund vier Monaten, von Juni bis September. Ein besonderer Dank galt dem Zweiten Bürgermeister Otto Breu, der die Maßnahmen während der gesamten Bauzeit fachkundig, intensiv und mit großem persönlichen Einsatz begleitete.
Die Gesamtkosten für die Sanierung der Grundschule werden nach den derzeitigen Berechnungen bei rund vier Millionen Euro liegen. Davon entfallen gut 400.000 Euro auf die Erneuerung der Heizungsanlage. Die Investitionen werden durch finanzielle Zuwendungen des Bundes und des Freistaats Bayern unterstützt. „Durch diese Fördermittel wird der Gemeindehaushalt bei dieser wichtigen Zukunftsinvestition spürbar entlastet“, betont erster Bürgermeister Karl Huber.
Bild zur Meldung: Besichtigung der Wärmepumpen










