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Gemeinde Ernsgaden  |  E-Mail: rathaus@ernsgaden.de  |  Online: http://www.ernsgaden.de

 

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Letzte Änderung:
13.11.2019

Kathastrophenschutzübung "zappen duster"

Was passiert wenn mehrere Tage der Strom ausfällt? Es wird dunkel, es gibt weder Telefon noch Internet, die Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung fallen aus und die Heizung geht natürlich auch nicht mehr. Alles was für uns im Alltag selbstverständlich ist, ist plötzlich nicht mehr da. Und das schlimmste…alle modernen Kommunikationsmittel fallen aus. Sollte es jemals zu einem derartigen Ereignis kommen, so müssen alle Hilfsorganisationen schnell und koordiniert zusammenarbeiten, um die öffentliche Sicherheit zu bewahren.

Genau darum ging es bei der landkreisweiten Übung am gestrigen Freitagabend, den 04.10.2019. Sowohl auf Kreisebene als auch auf kommunaler Ebene wurde das Szenario eines langanhaltenden flächendeckenden Stromausfalls geprobt. Was ist zu organisieren? Welche Fachleute braucht man vor Ort? Woher bekommt man Notstromaggregate und den dazugehörigen Kraftstoff? Wie funktioniert die Kommunikation? Wie erfolgt die logistische Organisation der Notfallversorgung der Bevölkerung? Denn ohne Strom funktionieren weder Supermarktkassen noch Kühlregale. Selbst die Eingangstüren von Aldi, EDEKA und Co. öffnen sich nur mittels Elektromotor.

An der Übung in Ernsgaden haben neben 12 Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr auch 3 Mitglieder des Gemeinderates teilgenommen. Im Mittelpunkt stand dabei die Notfallversorgung der Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde. In einem derartigen Ernstfall würde die Gemeinde das Schulgebäude zur zentralen Anlaufstelle umfunktionieren und von da aus so gut wie möglich die Gemeinde mit dem Nötigsten versorgen. Die Einsatzorganisation würde hingegen im Feuerwehrhaus stattfinden. Wie es sich gehört fand diese Übung auch im dunklen statt. Erlaubt waren lediglich notstrombetriebene Geräte, sowie Taschenlampen. Am Ende dieser sehr spannenden Übung haben alle Beteiligten intensiv über die getroffenen Maßnahmen aber auch über die Grenzen der Leistungsfähigkeit von Feuerwehr und Gemeinde diskutiert. Dieses Ergebnis wird sicher noch einmal ein Tagesordnungspunkt in einer der kommenden Gemeinderatssitzungen.

Im Ernstfall muss jede Gemeinde und jeder Haushalt so lang wie möglich autark sein. In Zeiten in denen alles unbegrenzt und rund um die Uhr verfügbar ist, hat kaum jemand größere Vorräte daheim. Doch genau dazu rät das Bundesamt für Katastrophenschutz. Dieses empfiehlt anhand einer Checkliste stets Vorräte für bis zu 10 Tage Zuhause zu haben. Vor allem Wasser und Notfallmedikamente.

https://www.bbk.bund.de/SharedDocs/Downloads/BBK/DE/Publikationen/Broschueren_Flyer/Buergerinformationen_A4/Stromausfall_Vorsorge_und_Selbsthilfe.html

 

 

 

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